Max, mein 20jähriger Kater,

kommt jetzt in die Jahre und bewegt sich nicht mehr so viel, so dass sich bei ihm Muskelschwund vornehmlich an den Oberschenkeln eingestellt hat.

Um ihn für die kommenden Jahre noch etwas fit zu halten, habe ich ein kleines Bewegungsprogramm als Muskelaufbautraining für ihn aufgestellt, auf das er total abfährt. Manchmal ist er ja etwas begriffsstutzig, aber diese Sache hatte er in 2 Tagen unauslöschlich in seinem Gedächtnis gespeichert. Ich kann sein Training einfach nicht vergessen, weil er mich sonst lautstark daran erinnert. Motivation ist eben etwas Wunderbares!

Das Training sieht wie folgt aus: (siehe Fotos unten)

Ich lege ein kleines (rundes) Leckerli beispielsweise auf eine Sesselrückenlehne. Er springt auf den Sessel, geht auf die Hinterbeine (das ist das Wichtige für den Muskelaufbau) und sucht das kleine Ding. Da die Augen auch nicht mehr das sind, was sie früher einmal waren, (und ich absichtlich auch gemusterte Unterlagen verwende) braucht er eine Weile zum Auffinden und Einverleiben des Leckerlis, was ich immer wieder an anderen Stellen auf der Lehne platziere. Das Ziel dabei ist, dass er möglichst lange auf den Hinterbeinen steht (und geht), denn das bringt's.

Das nächste Leckerli kullere ich ihm über den Teppich, wobei er hinterherjumped als wäre er noch ein junger Kater. Man sieht ihm an, dass sein Jagdeifer wiedererweckt ist und es ihm echt Freude macht.

Das Ganze machen wir dann im Wechsel so 10- bis 15x und 1- bis 2x täglich.

Mir selbst macht es auch viel Freude, ihn so zu sehen!

[Keine Beschreibung eingegeben]   Demo-Film zum Download ( ca. 8 MB )


Frodo, Boxerwelpe, 19 Tage, Schwimmer-Syndrom

Die Halterin von Frodo hat mich über das Internet gefunden und am 19. Lebenstag von Frodo kontaktiert. Er hat die Hinterbeine gegrätscht und auch den Brustkorb leicht eingedrückt, was durch die fehlende Seitenlage begünstigt wird. 

Wieder sind Bewegungsübungen, Radfahren, Tanzbärstellung, Massage, Pfotenunterseite streichen, Reflextherapie und Strampler angesagt. Darüber hinaus Lagerung auf einer Handtuchrolle, so das der Brustkorb frei hängend dazwischen liegt.

Die Halterin hat hier ein ganz besonderes Engagement an den Tag gelegt und Frodo wirklich in Rekordzeit auf die Beine gebracht, nämlich in 3 Tagen!!! Sie hat das von mir vorgeschlagene Stramplermodell noch perfektioniert und sogar nachts mit ihm Bewegungsübungen gemacht. Der Erfolg hat es ihr gedankt.

Frodo war in den ersten Tagen fett und faul, da er der einzige Welpe aus dem Wurf war.

Deshalb hier auch unbedingt Gewichtsreduzierung empfohlen.

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Liebe Frau Strack                                                           21.02.2004

leider konnte ich Ihnen die Bilder und den Bericht nicht früher schicken da ich krank war.
Ich hoffe das die Bilder und der Bericht Ihnen von Nutzen sind.

Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Hilfe. Ohne Sie würde Frodo vermutlich nicht mehr leben
und dass wäre schlimm, denn er ist ein super Boxer geworden der uns viel Freude bereitet.

Sollten Sie mal wieder einen Patienten mit Schwimmer -Syndrom haben,
dessen Besitzer skeptisch sind dürfen Sie gerne meine Telefonnummer weitergeben, wenn es hilfreich ist.

Liebe Grüße

    Ute Z.


Wotan, Karthäuserkater,
4 Wochen – Schwimmer - Syndrom Hintergliedmaßen

Wotan wurde mir am 27.9.2003 mit Schwimmer-Syndrom vorgestellt (siehe auch unter Schwimmer - Syndrom).

Seine Behandlung umfasste: Massage , die Gelenke wurden durchbewegt, Radfahren mit den Hinterbeinen vor und zurück, Streichen der Pfotenunterseiten, Tanzbärstellung, sonstige Bewegungsübungen. Diese Maßnahmen hat die Halterin dann 1 bis 3x täglich zu Hause fortgeführt. Darüber hinaus erhielt er einen Strampler, der verhinderte, dass die Beine sich grätschen konnten und den er stundenweise anhatte, wenn er sich allein bewegte.

3.10. Wesentliche Verbesserung; das Tarsalgelenk schon um die Hälfte in Richtung Körper gerückt und kräftiger, rechts besser als links

12.10. Weitere Verbesserung. Wotan setzt noch einen Teil des Metatarsus auf.

25.10. Weitere Verbesserung. Metatarsus jetzt vom Boden abgehoben, aber noch nicht senkrecht, Pfoten der Hintergliedmaße noch leicht auswärts.

21.11. Bis auf leichte Auswärtsstellung der rechten Pfote normale Stellung (siehe Foto) und Gangbild. Laut Halterin ist er der Agilste und springt von einem Sessel zum anderen.

Wotan braucht nicht mehr zur Behandlung zu kommen. Empfehlung an die Halterin, die Übungen noch eine Weile fortzusetzen.

                                     


3 Welpen mit Schwimmer-Syndrom,
Vorder- und Hintergliedmaßen, 26 Tage alt

Hier waren es zu Anfang 9 Welpen von denen 5 in den ersten Tagen gestorben sind. Von den 4 verbleibenden sind 3 Schwimmer und zwar sind hauptsächlich die Vordergliedmaßen betroffen. Auch die Brustkörbe zeigen leichte Veränderungen.

Neben den bereits bei Frodo beschriebenen Maßnahmen (Bewegungsübungen, Massage, Reflextherapie, etc.) hat die Halterin statt des Stramplers hier die Vorderbeine so bandagiert, dass sie nicht auseinanderrutschen konnten.

Es folgen die Aufzeichnungen der Halterin:

H-Wurf (Deutsche Schäferhunde)

Mutter: Quinty (3 jährig, ihr erster Wurf), dunkelgrau Vater:Eik (5 jährig, schon mehrere Nachkommen), schwarz-gelb

Sonstige Bemerkungen:

-Schlafen i.d. Handtuchrolle wurde nicht angenommen -Massagen wurden gut angenommen

-Sie wehrten sich heftig gg. die Übungen„ Fahrradfahren" u. gg. das Kneifen

-Hutsch taten die Ü+M sehr gut, zunächst faul u. träge wurde er schnell munterer u. neugieriger, u. als er merkte, dass man auf den Beinchen laufen kann, konnte man ihn kaum noch bremsen

-als Hugo anfing zu laufen, war er der schwerste Welpe

Anzeichen auf das Schwimmer-S.:

-Hugo läuft schon, schläft sehr oft auf der Seite und ist agiler

-erkrankte Welpen schlafen IMMER auf dem Bauch, Vorderbeine sind stark ge­spreizt

(schlimmster Fall ist Hutsch: fast 90°)

-man beobachtet oft, dass sie sich auf die Hinterbeinchen stemmen u. mit flachlie­gender Vorhand durch die Wurfhütte schieben
 

Zu den Namen:

Hugo ist der gesunde Rüde
Happie, Holly und Hutsch sind die „kranken" Welpen

[Keine Beschreibung eingegeben]

Sehr geehrte Frau Strack,

Ich möchte Ihnen noch einmal recht herzlich dafür danken, dass Sie sich so viel Zeit genommen haben um mir zu helfen und mir so viele wertvolle Tipps gege­ben haben. Ich bin wirklich sehr froh, dass sich die Welpen so gut entwickelt haben. Als die Diagnose Schwimmer-Syndrom gestellt wurde war ich ehrlich gesagt sehr geschockt. Im Internet habe ich einige Artikel darüber gelesen in denen deutlich stand, dass man diese Welpen am besten einschläfert, da sie ent­weder gar nicht auf die Beine kommen oder dann zu große Defekte aufweisen. Doch als ich Ihre Nummer fand und mit Ihnen telefoniert habe, war das wie ein kleiner Lichtblick in der Ferne. Und die Therapieerfolge ließen auch nicht lan­ge auf sich warten, was mich sehr glücklich machte.

 

Wenn ich heute die Welpen beobachte und sehe welch eine Lebensfreude sie ausstrahlen bin ich einfach nur froh, dass alles so gut funktioniert hat.

 

Also noch einmal VIELEN DANK!!!!!

 

Ich hoffe, dass sie mit den Unterlagen, die ich Ihnen mit gesandt habe zurecht kommen und dass es Ihnen hilft einige Fragen zum Thema Schwimmer- Syn­drom zu beantworten. Des Weiteren wünsche ich Ihnen viel Glück bei Ihrer weiteren Arbeit, in der Hoffnung, dass Tiere mit dieser Erkrankung in Zukunft nicht voreilig eingeschläfert, sondern behandelt werden. Diese Krankheit darf kein Tabuthema sein!

 

Mit freundlichen Grüssen

 

   K.


Die "Leidensgeschichte" von Tobias erzählt von Herrn Katerbau

 Tobias

Nachdem ich meinen Hund Thomas von seinen großen Schmerzen habe erlösen lassen, bin ich, um mich von meiner Trauer ablenken zu lassen, zum Tierheim in Köln-Dellbrück gefahren. Hier habe ich zunächst Interesse an einer Schäferhündin gehabt. Diese war aber schon vergeben. So war mein jetziger Hund Tobias zunächst zweite Wahl.

Tobias wurde von einer Mitarbeiterin des Tierheims aus Ungarn mitgebracht. Er war in einem schlechten Allgemeinzustand. Sein Alter wurde auf 6 Jahre geschätzt. Nachdem er von uns gebadet wurde stellte sich heraus, dass die Grundfarbe seines Fells - nachdem die Schuppen ausgewaschen waren - schwarz ist und nicht grau. Er war so entkräftet, dass er sich nach einem Spaziergang von ca. 15 Minuten völlig erschöpft hingelegt hat. Das hat sich aber bald geändert. Jetzt ist er mit mir 2 - 3 Stunden unterwegs und er zeigt trotz überschwänglichen Tobens keine Ermüdungserscheinungen mehr.

Sein größtes Problem aber war, dass er sehr stark humpelte. Sein rechtes Vorderbein schmerzte ihn  im oberen Gelenk offenbar sehr stark. Nach dem die medikamentöse Behandlung der Tierärztin keine Besserung gebracht hatte, sollte eine Gewebsprobe entnommen werden. Bei der hierfür erforderlichen Rasur wurden mehrere Narben sichtbar. Es war offensichtlich geworden, dass Tobias einmal schwer verletzt worden war und diese Verletzungen nicht behandelt worden sind. Diese unkontrollierte Heilung bewirkte bei ihm eine Schonhaltung, die später beim Laufen zur Gewohnheit wurde. Tobias konnte nur durch eine physiotherapeutische Behandlung geholfen werden. Die Tierärztin hat uns einen Physiotherapeuten in Dortmund empfohlen, da sie in der Nähe von Köln diesbezüglich niemanden kannte. Durch Zufall während eines Rundgangs durch Herkenrath bemerkte Frau Strack, dass mein Hund sehr humpelte. Sie bot mir an, meinen Hund zu behandeln, da sie vor ihrem Examen zur Tierphysiotherapeutin gern noch weitere Erfahrungen in der praktischen Arbeit sammeln wollte. Ich habe sofort zugestimmt. So wurde Tobias knapp 2 Monate von Frau Strack behandelt. Er hat die Behandlung sehr genossen und sich dabei immer völlig entspannt. Aber er humpelte zunächst weiter, obwohl alle Verspannungen und Verklebungen der Muskeln beseitigt worden waren. Schließlich griff Frau Strack zu einer List. Tobias bekam ein Säckchen, das mit Bleiband gefüllt war, an seinem rechten Vorderbein befestigt. Er sollte damit eine Weile laufen. Obwohl dieses „therapeutische Hilfsmittel“ noch nicht ausgereift war und ich es zumeist in der Hosentasche getragen habe, hat es doch bewirkt, dass Tobias gemerkt hat, dass er nicht mehr zu humpeln braucht.

Wieder zu Kräften gekommen und nicht mehr humpeln müssen bewirkte bei Tobias nach dem dreijährigen Aufenthalt in dem ungarischen Tierheim eine solche überschäumende Lebensfreude, dass ich ihn öfter bremsen musste, damit er sich bei dieser Toberei nicht wieder verletzt. So bekam dann mein Hund aus nahe liegenden Gründen den Spitznamen Tobi. Längst ist vergessen, dass er ursprünglich nur zweite Wahl war. Wir sind glücklich und Tobias ist glücklich, und wir leben gemeinsam friedlich zusammen.

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